Ludwig Gebhard: Tätowierte Schönheit

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Ludwig Gebhard: Tätowierte Schönheit,
Linoldruck, 1996, 42 x 30 cm, auf Blatt 70 x 50 cm,
Auflage 40, Blatt 34/40,
atelierfrisch.
Preis ohne Rahmen.
Das Werk wird mit einem Herkunfts- und
Echtheitszertifikat der Galerie ausgeliefert.
taetschoen_gross.jpgTätowierte Schönheit - klicken für hohe Auflösung!
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Verkaufspreis980,00 €
Standardisierter Preis / kg:
Beschreibung

Ludwig Gebhard: Tätowierte Schönheit, Farblinolschnitt

Die "tätowierte Schönheit" gehört zu Blättern, die für Ludwig Gebhard eine besondere Bedeutung hatten. Das Blatt wurde in einem siebenstufigen Druckprozess nach dem Verfahren der "verlorenen Form" erstellt. Das bedeutet, dass der Linolschneider aus der ursprünglich vorhandenen Form jeweils weitere Bildteile herausschneidet, um mit der verbliebenen Druckform den nächsten Druckprozess durchzuführen.

Ludwig Gebhard bevorzugte diese Drucktechnik, trotz der Schwierigkeiten und Einschränkungen, die damit verbunden waren. Einschränkungen: Ein Nachdruck, eine weitere Auflage oder ähnliches waren natürlich unmöglich, weil die Druckform im Verlauf des Prozesses bis auf den letzten Zustand verschwunden war. Die besondere Schwierigkeit:  Ein Verschneiden in einer der Druckstufen zerstörte die gesamte geleistete Arbeit und machte eine Vollendung auch nur eines einzigen Blattes unmöglich.

Schön, denn dadurch bekommen wir einen Eindruck in die Arbeitsweise eines Mannes, der fanatisch an der Perfektion seines Werkes arbeitete. Die üblichen Probleme beim Druck mit mehreren Farbaufträgen führten zu den bei Gebhard üblichen kleinen Auflagen, hier 40 Stück. Meist begann Ludwig Gebhard mit 100 oder 70 Abdrücken, im Lauf der verschiedenen Druckstufen hielten immer wieder einzelne Blätter dem hohen Qualitätsanspruch des Künstlers nicht stand, so dass schliesslich oft nur 35, oder wie hier, 40 Blätter blieben. Von der hier erstellten Auflage sind heute nur noch einige wenige Blätter vorhanden, eines davon bei der Witwe des Künstlers, Cora Gebhard.

Das Experiment mit Farbe und graphischer Form war Ludwig Gebhard ein wichtiges Anliegen. Von den hier vorliegenden Druckplatten gibt es eine monochrome Teilauflage, ein Blatt von hohem graphischen Reiz.

Die Kunsthistorikerin Luise Finger schreibtzu dem Bild: "Gebhards schwarze Schönheit hat ihre Tätowierungen aus dem Formenrepertoire des Künstlers entliehen - oder hat sich der Künstler die weibliche Schönheit zueigen gemacht, indem er ihr "seine" Zeichen eingeschnitten hat? Die (weibliche) Schönheit, die erst durch die Hand des Künstler entsteht - aber auch die weibliche Schönheit, die der Künstler als Inspiration für seine Kunst nötig hat. Hier kreuzen sich die Linien - wie auf den Wangen der Schönheit." (Luise Finger: Ludwig Gebhard - Linolschnitte und Radierungen, 2005, Dr. Erdel Verlag Regensburg)

Signatur Ludwig gebhard - Tätowierte Schönheit

Das Werk ist handsigniert auf dem Blatt.

Auflage und Blattnummer

Auflage und Blattnummer vom Künstler notiert.

Der glatte Farbauftrag zeigt bei wechselndem Lichtenfall eine entsprechende Farbvariation, der das Bild lebendig macht. Man kann diesen Effekt ansatzweise erkennen, wenn man auf das Bild, das über dem Beschreibungstext gezeigt ist, klickt, und dann mit der rechten Maustaste "Grafik anzeigen" wählt. Die hohe Auflösung der Anzeige gibt diese Qualität des Farbauftrages annähernd wider.

Siehe auch: HOHE BILDAUFLÖSUNG!  --> was ist das?

taetschoen detail

 

Das nebenstehende Detail zeigt deutlich die Meisterschaft von Ludwig Gebhard, der unter den Linolschneidern weltweit eine führende Stellung einnimmt. Das flexible und keineswegs starre Material muss nicht nur mit höchster Genauigkeit geschnitten werden, sondern auch im Druckvorgang mit höchster Präzision platziert werden, um eine so filigrane Formgebung zu erreichen.

 

 

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